Alle Veranstalter:innen schlafen schlecht. Das wissen wir. Denn Event-Marketing ist hart genug. Umso wichtiger ist, dass man sich das Leben nicht noch zusätzlich schwer macht.
Es gibt Fehler, die kosten dich nicht nur Geld. Sie kosten dich Zeit, verbiegen deine Lernkurve und am Ende verkaufte Tickets, also auch wieder Geld. Doppelt Geld quasi.
Und das Bittere ist: Oft sehen die Maßnahmen selbst erstmal gut aus. Deshalb sind hier drei Dinge, die du im Event-Marketing besser sofort stoppst, weil sie einfach Quatsch sind.
Auf Klicks/CTR optimieren und auf Conversion hoffen
Die Soft KPIs wie CPC oder CTR sind verführerisch. Sie geben dir das Gefühl, dass „was passiert“. Das Problem: Klicks sind oft erstmal nur Neugier und sie bringen kein Geld. Und wenn du den Algorithmus auf Klicks trainierst, bekommt er eine klare Anweisung und macht genau das: Bring mir Menschen, die klicken. Nicht Menschen, die kaufen.
Was dann passiert ist, dass dein CTR stabil aussieht, deine Reichweite gut aussieht, aber die Warenkörbe leer aussehen. Das ist wie jemanden in eine Ticketwarteschlange zu schicken, der eigentlich nur das Line-up anschauen wollte.
Besser ist optimier auf das Ziel, das wirklich für deine Kampagne zählt und baue Creatives/Offers so, dass sie Kaufbereitschaft anziehen, nicht nur Aufmerksamkeit. Wenn du Tickets verkaufen willst, dann optimiere auf Tickets verkaufen und lass nicht zu, dass der Algo dir kurzfristig ein gutes Gefühlt gibt. Klicks allein sind kein Erfolg. Sie sind ein erster Schritt auf einem langen Weg.
Budget nach Bauchgefühl verändern
Wenn’s nichtgut läuft, ist der Reflex oft: Wir müssen mehr Budget in die Hand nehmen. Das ist ein verständlicher Reflex, aber auch oft der schnellste Weg, Geld zu verbrennen. Vor allem dann, wenn man Budgets umstrukturiert, ohne einen Plan zu haben oder ohne Handlungsoptionen zu kennen. Wenn das Fundament wackelt, verstärkt Budget meistens nur den Fehler. Schau ganzheitlich auf deine Kampagnen: Du hast schlechte Creatives? Mit mher Budget werden nur mehr Leute dein Angebot ignorieren. Ist deine Landingpage schlecht, werden nur mehr Leute nach dem Klick abspringen. Sitzt dein Tracking nicht richtig? Dann verbrennst du Geld dafür, dass der Algo wild in der Luft herum feuert.
Mehr Budget wirkt dann eher so, als würdest du auf eine Wand zu fahren und dann nur noch mehr Gas geben.
Was du stattdessen checken musst, bevor du Budget erhöhst Wie ist mein Cost per Ticket (CPT)? Also was kostet mich ein verkauftes Ticket wirklich? Wie ist meine Ticket Pace? In welcher Geschwindigkeit im Verhältnis zum Ziel und zur Vorwoche verkaufe ich grade Tickets? Wenn die Pace fällt und der CPT steigt, ist Budget erhöhen alleine meistens keine Lösung. Es ist ein Verstärker für negative Effekte. .
Tracking vernachlässigen
Das ist der Klassiker: „Was ist eigentlich Tracking?“ oder “Mein Ticketanbieter kann das nicht?“. Wenn du Kampagnen aufsetzt nach dem Motto “Wird schon passen”, dann lass dir von uns sagen: Nein. Wird es nicht.
Wenn das Tracking nicht sitzt, passieren zwei Dinge. Du siehst nicht das vollständige Bild. Alles was nach dem ersten Klick auf Meta passiert, bleibt im Dunklen. Und was daraus folgt ist klar: Deine Kampagnen lernen nicht. Plattformen optimieren nur so gut, wie das Signal aus dem Funnel ist. Wenn das Signal schlecht ist, wird Optimierung zum reinen Glücksspiel. Und im Event-Marketing ist Lotto spielen eher keine Strategie. Vor allem, weil jeder Tag ohne Tracking ein verlorener Tag für den Vorverkauf ist.
Ohne Tracking gibt es kein Lernen. Und ohne Lernen keine Steuerung.
Was du statt dieser drei klassischen Event Marketing No Gos besser machst
Ab sofort definierst du das Ziel deiner Kampagnen sauber. Was will ich eigentlich erreichen? Du prüfst täglich/wöchentlich deinen CPT und deine Ticket Pace und du kümmerst dich darum, dass das Tracking so gut es geht aufgesetzt ist.
Und wenn du jetzt vor deinem Rechner sitzt und dich fragst: Aber was? Aber wo? Aber wie? Dann wirds Zeit ne Mail zu schreiben an hallo@adsbe.de.

